30 Jahre kulturelle Partnerschaft

v.l.: Zbigniew Grzyb (Direktor des NCK) mit seiner Stellvertreterin Joanna Janus, Walter Müller-Kalthöner (Leiter des Gemeinschaftshauses), Thomas Müller (Koordination Integrationsprogramm im KUF), Peter Hautmann (Leiter der Abteilung Kulturläden im KUF)

Das Gemeinschaftshaus Langwasser (GLw) und das Nowohuckie Centrum Kultury (NCK) feiern ihr 30-jähriges Jubiläum der Zusammenarbeit.

Ein offizielles Partnerschaftsabkommen regelt seit 1997 den Austausch und gemeinsame Projekte der beiden Kultureinrichtungen. Eine aktualisierte Fassung wurde im Mai 2017 bei einem Besuch von Vertreterinnen und Vertretern aus dem Gemeinschaftshaus Langwasser und dem Amt für Kultur und Freizeit von den Einrichtungsleitern Zbigniew Grzyb und Walter Müller-Kalthöner im Kulturreferat der Stadt Krakau unterzeichnet. Es bekräftigt den Willen der beiden Kulturzentren, auch in Zukunft zusammenzuarbeiten.
Man blickte beim Treffen auch zurück auf 30 erfolgreiche Jahre des Dialogs, der gegenseitigen Beratung und Inspiration.

Ein Vertrag über den „Eisernen Vorhang“ hinweg
Bei einer Delegationsfahrt von Nürnberger Jugend- und Kultureinrichtungen wurden in Krakau im Jahr 1984 erste Kontakte zwischen dem gerade neu eröffneten Kulturzentrum in Nowa Huta und dem Gemeinschaftshaus Langwasser geknüpft. Daraus entwickelte sich ein reger Kulturaustausch, über den es gerade während der Zeit des „Eisernen Vorhangs“ gelang, Grenzen zu überwinden und die Beziehungen zwischen den beiden – nicht nur optisch ähnlichen – Einrichtungen zu vertiefen.
Mit dem Fall der Grenzzäune und dem Beitritt Polens in die EU wurde auch in dieser Beziehung ein neues Kapitel europäischer Zusammenarbeit auf der Grundlage gemeinsamer Werte im Kulturbereich aufgeschlagen.

Ein Zeichen für die Menschenrechte
Als Symbol der Partnerschaft wurde nun vor dem NCK ein Ginkgo-Baum für die Menschrechte gepflanzt. Er ist – wie der Ginkgo-Baum vor dem Gemeinschaftshaus Langwasser an der Glogauer Straße – dem Artikel 1 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ gewidmet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“
Die Bedeutung der Menschenrechtsarbeit zeigte sich auch bei dem Besuch in Krakau mit einer Ausstellung aus Nürnberg: Nach der Baumpflanzung wurde im NCK die Ausstellung „Vorurteile sind wie ein Brett vor dem Kopf“ eröffnet. Die Ausstellung entstand im Rahmen des vom KUF initiierten Projekts „Nürnberg ist bunt“.

Besuch beim Sommerfest
Die Partnerschaft mit dem NCK spielt auch beim Sommerfest des Gemeinschaftshauses Langwasser am 8. Juli 2017 – der Beginn ist um 14 Uhr – eine Rolle: Für einen Bühnenauftritt ist der „Tanzinstruktor“ David Dec mit seiner Modern Dance-Gruppe eigens aus Krakau angereist.
Jürgen Markwirth, Leiter des Amtes für Kultur und Freizeit, wird auf dem Fest mit einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung dieser besonderen Partnerschaft und die Menschenrechtsarbeit in Nürnberg eingehen.

Das Programm des Sommerfestes gibt es hier:
Ausführliche Informationen zur Partnerschaft gibt es hier:
Das aktualisierte Partnerschaftsabkommen gibt es zum Download hier:

Veranstaltungssuche

Aktuelles

Ab 28. August ist das Gemeinschaftshaus nach der Ferienpause wieder geöffnet.

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Im Kulturausschuss des Nürnberger Stadtrates hat das Amt für Kultur und Freizeit dazu am 7. Juli 2017 einen ausführlichen Bericht vorgestellt.

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Das Gemeinschaftshaus Langwasser (GLw) und das Nowohuckie Centrum Kultury (NCK) feiern ihr 30-jähriges Jubiläum der Zusammenarbeit.

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